Mobil in der Altstadt

Barrierefreies Mehrgenerationenwohnen mitten in der Augsburger Altstadt. Mit dem Modellprojekt „Wohnen am Römertor“ gelingt es Architekten und Bauherren, eine komplexe Wohnanlage gekonnt in die kleinteilige Altstadtstruktur einzufügen.

Ganz nach dem Motto „Freie Mobilität für alle“ sind nicht nur die 37 Wohnungen des Augsburger Modellprojekts „Wohnen am Römertor“ barrierefrei zugänglich, die in insgesamt sieben Stadthäusern untergebracht sind, sondern auch die mit zum Konzept gehörenden Treffpunkte und Praxen. Denn dies gehört alles zum sozialen Konzept des Bauherren, des Augsburger Wohnungs- und Stiftungsamts, das das Architekturbüro Adrianowytsch in seinem Siegerentwurf umsetzte. Der Zuschnitt der 1,5 bis 4-Zimmerwohnungen variiert, eine Loggia oder ein französischer Balkon gehört jedoch überall dazu.

Den Bauherren war die soziale Komponente besonders wichtig, nachbarschaftliches und gemeinschaftliches Wohnen, das Integration und auch die Übernahme gesellschaftlicher Verantwortung begünstigt. Architektonisch wurde diese Philosophie in ein vielschichtiges Konzept umgesetzt, mit viel Raum für Begegnung und spontane Kommunikation, egal ob Bewohner oder Besucher mobil oder eingeschränkt mobil, mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs sind. Durch die durchgängige Barrierefreiheit Innen und Außen sind alle Bereiche und Wohnungen schwellenfrei zu erreichen. Ein zentraler Aufzug reicht aus, um sämtliche Wohnungen zu erschließen. Soziale Räume wurden auch direkt vor den Wohnungseingängen geschaffen, mit Platz für Sitzbänke, Rollstühle oder Rollatoren. Um auch als Rollstuhlfahrer von drinnen nach draußen schauen zu können, wurden viele Fensterbrüstungen in den Wohnungen abgesenkt.

Mehr Infos auf www.augsburg.de/umwelt-soziales/soziales/wohnraum/gemeinschaftliches-wohnen/.

Fotos: Adrianowytsch Architekten